Tobias Schwaiger hat Schmerztherapie in Panama erfolgreich beendet

Tobias Schwaiger hat Schmerztherapie in Panama erfolgreich beendet

  • Behandlungserfolg größer als erhofft
  • Stiftung hatte Spenden für Krankentherapie des querschnittgelähmten Tobias Schwaiger gesammelt

München, 21. Mai 2015 – Der nach einem Unfall schwerbehinderte Tobias Schwaiger ist von seiner Schmerztherapie in Panama zurückgekehrt. Die Behandlungen aktivierten spür- und sichtbar die Muskulatur. Damit ist eine Hilfsaktion erfolgreich zu Ende gegangen, die für die Koch-Ebersperger-Stiftung im Herbst 2014 begann und dank großer Spendenbereitschaft der Bevölkerung die erwünschte Geldsumme für den Klinikaufenthalt zusammengebracht hat.
Die Koch-Ebersperger-Stiftung hatte im Oktober 2014 die Schirmherrschaft der Sammelaktion von Geldspenden zur Finanzierung einer Stammzellentherapie für Tobias Schwaiger übernommen. Schwaiger ist ein ehemaliger Elitesoldat, der seit einem Unfall querschnittsgelähmt ist und starke Schmerzmittel nehmen muss. Im Rahmen der Sammelaktion fand unter anderem Ende Januar 2015 ein Benefizkonzert mit Lesung des Alt-OB Christian Ude und der Konzertgitarristin Radmila Besic statt. Auch der Marathonläufer Thomas Guhlke unterstützte die Stiftung bei ihrer Sammlung und trug zum Erfolg der Aktion bei: Jeder, der fünf Euro spendete, erhielt einen Aufdruck auf Guhlkes Laufshirt, das er bei einem seiner Marathonläufe trug.
Im April unterzog sich Schwaiger schließlich der Stammzellentherapie in einer Spezialklinik in Panama. Begleitet hat ihn neben seiner Mutter auch Constanze Sabathil. Sie berichtet:  „Die Therapie hat sehr gut angeschlagen, die Ärzte und das Personal vor Ort waren wunderbar. Der Klinikaufenthalt war zuerst einmal für Tobias‘ Psyche sehr gut. Er hat wieder Mut gefasst. Auch körperlich sieht man schon Fortschritte. Seine Muskeln, besonders der Trizeps, haben sich enorm aufgebaut. Man kann sie jetzt zum Teil sehen, was davor nicht der Fall war. Auch die Armbewegungen wirken kontrollierter.“ Sabathil war maßgeblich an der Organisation der Unterstützungskampagne für Tobias Schwaiger  beteiligt, die sie zunächst im Chiemgau gestartet hatte. Die dortige „Bürgerstiftung Traunsteiner Land“ sammelte ebenso wie die Koch-Ebersperger-Stiftung für den in Übersee am Chiemsee geborenen Schwaiger.
In den nächsten drei bis vier Monaten sind weitere Verbesserungen zu erwarten. Durch das Zusammenspiel von Stammzellentherapie, Bestromung und Muskelaufbau sollen die Nerven angeregt werden, was idealerweise dazu führt, dass sie jeden Tag einen Millimeter wachsen. Je besser die Nerven wachsen, desto größer ist die Chance, dass sich die Muskeln wieder gezielter ansteuern und kontrollierter bewegen lassen. Für den Moment ist es bereits ein großer Erfolg (und ein gutes Zeichen), dass Tobias Schwaiger die Therapie so gut vertragen und keinerlei Nebenwirkungen davon getragen hat. Das ist nämlich auch nicht immer der Fall.
„Unser Motto ist, Menschen in Not schnell und unbürokratisch zu helfen. Im Fall von Tobias Schwaiger haben wir unter anderem ein Benefizkonzert durchgeführt, um genügend Spenden zusammen zu bekommen. Nachdem die benötigte Summe erreicht war, haben wir die Flugreise und den Krankenhausaufenthalt organisiert. Jetzt sind wir froh, dass er mit einem sicht- und spürbaren Behandlungserfolg zurück ist. Für uns ist diese Hilfsaktion damit beendet, für Tobias geht aber das Leben mit mehr Hoffnung und der Aussicht auf eine nachhaltige Besserung weiter“, sagt Eva-Sophie Koch, Vorsitzende der Koch-Ebersperger-Stiftung.
Anmerkungen zur Sammelaktion für Tobias Schwaiger:
Die Koch-Ebersperger-Stiftung hat im Oktober 2014 die Schirmherrschaft der Sammelaktion von Geldspenden zur Finanzierung einer Stammzellentherapie für Tobias Schwaiger übernommen. Schwaiger ist 26 Jahre jung und sitzt seit einem Skiunfall am 17. Januar 2009 im Rollstuhl – vorher diente er als Elitesoldat in der Bundeswehr. Nach einem Sprung war er mit dem Nacken auf eine Eisplatte aufgeschlagen, hat sich dabei das Genick gebrochen und ist seitdem vom Hals abwärts (4./ 5. Spinalnerv) gelähmt. Letzte Hoffnung für ihn war die Stammzellentherapie in Panama, die von der Krankenkasse nicht bezahlt wurde.

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