Sammelaktion für Flutopfer auf dem Balkan zeigt schon nach ersten Tagen sehr große Spendenbereitschaft

München, 25. Mai 2014 – Seit Donnerstag, 22. Mai 2014 können Münchner für die Flutopfer auf dem Balkan Trinkwasser, Lebensmittel, Decken, Kindernahrung und mehr spenden. Eine erste Zwischenbilanz zeigt: Die Hilfsbereitschaft der Münchner ist groß, aber auch Innsbrucker, Augsburger und Ingolstädter sammeln engagiert. Es konnten bereits zwei Lastkraftwagen mit Hilfsgütern beladen, in die betroffenen Gebiete geschickt und dort an Notleidende verteilt werden. Noch bis zum Donnerstag, 29. Mai 2014, können in der Zeit von 10:00-18:00 Uhr dringend benötigte Sachspenden in einer eigens eingerichteten Sammelstelle in der Lerchenauer Straße 343 in München-Feldmoching abgegeben werden. Ins Leben gerufen haben die Sammelaktion für von der Flut geschädigte Bürger in Bosnien, Kroatien und Serbien die Koch-Ebersperger-Stiftung, Avangarda BiH und der Verein „Hilfe von Mensch zu Mensch e.V.“. Es melden sich täglich Firmen, Banken und Initiativen, die sich an der Aktion beteiligen möchten.

Der erste Lastwagen ist in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag aus Imst bei Innsbruck und der zweite von Donnerstag auf Freitag gegen Mitternacht von München aus losgefahren. Sie kamen bereits am frühen Freitagabend in die betroffenen Gebiete. Drei Tonnen Ladung mit lebensnotwendigen Hilfsgütern wie Wasser, Lebensmittel, Reinigungsmittel, Stiefel u.ä. wurden unmittelbar im Dorf Begov Han an circa 100 Familien, die in einer Halle eine vorläufige Bleibe gefunden haben, verteilt. Weitere Lebensmittel, Kleidung, Reinigungs- und Hygieneartikel aus dem zehn Tonnen fassenden LKW verteilten die Helfer in den Dörfern Donji Zaban und Krepsic sowie den Gemeinden Srbac und Samac. In allen Dörfern war bisher keine Hilfe eingetroffen.

„Wir freuen uns sehr über die große Spendenbereitschaft der Münchner und möchten alle Spender darauf hinweisen, dass wir insbesondere die nachfolgend aufgeführten Lebensmittel, Reinigungs- und Hygieneartikel benötigen. Kleidung können wir nicht entgegennehmen. Dagegen benötigen wir zum Verpacken der Hilfsgüter noch jede Menge Kartons“, sagt Eva-Sophie Koch, Vorsitzende der Koch-Ebersperger-Stiftung.“Es ist faszinierend mit welchem Enthusiasmus Menschen zusammenarbeiten, sowohl die aus dem ehemaligen Jugoslawien als auch deutsche Nachbarn und Freunde. Heute Morgen kam eine Familie aus China und hat eine Spende abgegeben. Nach wie vor bin ich enttäuscht über die deutschen Medien, die über diese Naturkatastrophe vor ihrer Haustür und über die Leiden der Betroffenen nicht entsprechend berichten“, sagt Sadija Klepo, Gründerin des Vereins Hilfe von Mensch zu Mensch.

Anfang Juni wird im Kulturpavillon am Romanplatz in München eine Ausstellung mit Fotografien aus allen Orten stattfinden, in denen die Hilfsgüter verteilt wurden. Details dazu werden vorher bekannt gegeben.

Details zur Spendenaktion:

Die Annahmestelle befindet sich in der Lerchenauer Straße 343 in München-Felmoching. Sie ist an den Wochentagen vom Donnerstag, 22. Mai 2014 bis zum 29. Mai 2014 von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr besetzt.

Folgende Sachspenden werden dringend benötigt:

  • Trinkwasser
  • Nahrung in Dosen
  • Öl, Mehl, Zucker usw.
  • Nahrung für Babys und Kinder
  • Gummistiefel
  • Hygenieartikel (Shampoo, Zahnpasta und -bürste, Windeln, Feuchttücher, Binden usw.)
  • Bettwäsche, Decken, Handtücher, Küchentücher
  • Verbandszeug, Erste-Hilfe-Artikel
  • Desinfektionsartikel!! Diese sind sehr wichtig!

Über Hilfe von Mensch zu Mensch e.V.

Der Verein startete 1992 als Hilfsinitiative von Sadija Klepo, die selbst aus Bosnien-Herzegowina nach Deutschland geflohen war. Sie sammelte zunächst Geld- und Sachspenden, die sie zum größten Teil selbst in Konvois in die bosnischen Kriegsgebiete brachte. Heute ist HvMzM eine anerkannte Flüchtlings- und Migrantenselbsthilfeorganisation in Deutschland, die ihre Arbeit stets vorausblickend den Bedürfnissen der Migranten und den gesellschaftlichen Gegebenheiten und Erfordernissen anpasst. Der Verein versteht sich dabei auch als Impulsgeber für innovative Wege in der Arbeit mit Migranten. So hat er beispielsweise den schulvorbereitenden Unterricht für Migrantenkinder initiiert und umgesetzt.
Neben der Integrationsarbeit in Deutschland leistet der Verein weiterhin weltweite Flüchtlingshilfe, organisiert Hilfstransporte oder klärt Menschen, die Aufenthalt in Deutschland suchen, schon in ihren Heimatländern über die Bedingungen für Flüchtlinge auf, um falsche Erwartungshaltungen zu vermeiden.

Die Koch-Ebersperger-Stiftung

Die Koch-Ebersperger-Stiftung hat es sich zum Ziel gesetzt, Menschen in Not schnell, direkt und unkompliziert zu helfen. Die Stiftung will mit ihrer Arbeit Menschen eine Chance geben und ihnen bei Problemen helfen, die sie aus eigener Kraft nicht mehr lösen können. Daher liegt das Hauptaugenmerk der Stiftungsarbeit auf der individuellen Unterstützung, aber auch die wöchentliche Lieferung zusätzlicher Lebensmittel für die Münchner Tafel, Ausgabestelle Neuhausen, ist ein wichtiger Bereich. Bei Bedarf werden auch andere Institutionen und Einrichtungen unterstützt. Die Stiftung wurde Anfang 2012 von Eva-Sophie Koch und ihrem Mann Dr. Ralf Ebersperger gegründet.

Kontakt

Eva-Sophie Koch
Koch-Ebersperger-Stiftung
Schulstraße 40, 80634 München
Telefon: 089 – 41615741
E-Mail: koch-ebersperger-stiftung@email.de